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Mirli´s Bakery – wenn der Gugl hupft

Meine Lieben, obwohl ich schon sehr gerne neue Sachen ausprobiere, gerade wenn wieder neue Foodtrends sich über alle möglichen Social Media Kanäle verbreiten – meine Favoriten sind dann doch eher die Klassiker, da bin ich wohl altmodisch. Aber ein Rezept hält sich ja nicht ohne Grund über Jahrhunderte und wird eben zu einem Klassiker und nachdem ich mir selbst zur Aufgabe gemacht habe, euch nach und nach einige österreichische Traditionen vorzustellen was das Kulinarische angeht, speziell die süße Küche, möchte ich euch nach Kaiserschmarrn, Linzer Augen und Rumkugeln heute DEN Sonntagskuchen schlechthin näherbringen und zwar den Guglhupf oder Marmorkuchen in dem Fall.Der Guglhupf ist eigentlich ein Kuchen aus Hefeteig, meist mit Rosinen. In Österreich ist ein Guglhupf allerdings keine Bezeichnung für einen bestimmten Teig, sondern für die charakteristische Form des Kuchens, der in einer hohen Kranzform aus Metall, Keramik, Glas oder Silikon mit einer kaminartigen Öffnung in der Mitte, die an eine Puddingform erinnert, gebacken wird. Wie der Kuchen zu dem Namen gekommen ist, konnte nie eindeutig geklärt werden.„Guglhupf“ ist eine süddeutsch-österreichisch-schweizerische Bezeichnung und scheint schon in österreichischen Kochbüchern aus dem 18. Jahrhundert auf. Im niederdeutschen und mitteldeutschen Raum ist der Guglhupf als Napfkuchen oder Topfkuchen bekannt, bezogen auf die Backform.Allerdings lassen sich Guglhupfformen in der heutigen Art bereits für die Römerzeit nachweisen, wie Ausgrabungen in Carnuntum, einer römischen Stadt in der Nähe von Wien, zeigen. Guglhupfrezepte existieren seit dem 17. Jahrhundert und wurden in der Biedermeierzeit in Österreich und Deutschland im Bürgertum populär und galten geradezu als Statussymbol.
Alte Kochbücher belegen, dass es lange Zeit kein Standardrezept für diesen Kuchen gab. Je nach Region oder Anlass bzw. wirtschaftlichen Vermögens wurde der Guglhupf aus Hefe-, Rühr- oder Biskuitteig zubereitet und mit Schokolade überzogen oder Puderzucker bestäubt (Quelle: Wikipedia).Dass ich eine Naschkatze bin, wisst ihr ja bereits, und ein absoluter Kuchentiger. Torten mag ich persönlich nicht besonders, mir sind gerade so einfache Rührkuchen am liebsten, was Essen angeht, bin ich irgendwie ein Purist. Mit dem Guglhupf selber verbinde ich ganz besonders Nostalgie und Kindheit.Wahrscheinlich hat jeder bestimmte Speisen, die wie eine Zeitmaschine funktionieren und einen beim ersten Bissen in die Vergangenheit reisen lassen, schöne Gefühle heraufbeschwören können und für mich bedeutet Guglhupf all das. Kindheit, Familie, Sonntage und ganz einfach Genuss.

Deshalb möchte ich heute unbedingt MEIN Guglhupfrezept mit euch teilen und natürlich ist das jetzt keine neue sensationelle Kreation, sondern einfach mein liebster Marmorkuchen in Guglhupfform und vielleicht wird er ja aber trotzdem auch zu eurem Lieblingskuchen.Also meine lieben Bäcker und Bäckerinnen, ich bin zwar nicht so unbedingt der Austropop-Fan, aber in dem Fall bin ich für ein bisschen Reinhard Fendrich und Wolfgang Ambros aus den Lautsprechern und ganz viel leckere Gerüche aus dem Ofen. Mirli´s Bakery wartet schon auf euch, denn es geht nichts über einen verregneten Sonntag, den man mit backen verbringt, um die Köstlichkeiten danach mit lieben Menschen zu verzehren. Alles Liebe, x Eure S.Mirli!

Rezept: Guglhupf

Backrohr: 180°C/OU Hitze

Backzeit: ca. 1 Std

Materialien: Guglhupfform, Gitter, Rührschüssel, Rührgerät

Zutaten:

4-5 Stk Eier

250g Butter

370g Zucker

2P Vanillezucker

500g Mehl

1P Backpulver

ca.1/8L Milch, 3 EL Milch

3EL Kakaopulver

2 EL Zucker

Staubzucker

  1. Eier trennen und Eiweiß schaumig schlagen.
  2. Butter, Zucker, Vanillezucker und Dotter ebenso schaumig schlagen und vorsichtig miteinander vermengen.
  3. Mehl und Backpulver abwechselnd in Milch einrühren und unter Schaum heben.
  4. Kakao, 2 EL Zucker und 3 EL Milch verrühren und in 1/3 des Teigs mischen.
  5. Die Guglhupfform mit Butter einfetten und beide Teige abwechselnd einfüllen.
  6. Auf mittlerer Schiene für 1 Stunde im Ofen backen, etwas auskühlen lassen und auf einen Tortenteller stürzen.
  7. Mit Staubzucker bestreuen und genießen! (Gerne auch klassisch mit Schlagobers servieren)

eine Lieben, das Beste am Backen sind dann doch einfach die göttlichen und heimeligen Gerüche, die sich in der ganzen Küche und Wohnung verteilen. Alleine dafür schwinge ich lieber selber das Rührgerät, als dass ich mir den Kuchen vom Bäcker hole, diese Gerüche sind mit nichts zu vergleichen. Wie haltet es denn ihr, habt ihr auch klassische Backrezepte auf die ihr immer wieder zurückgreift oder orientiert ihr euch lieber an der modernen Küche. Was ist euer Lieblingsklassiker? Wie immer freue ich mich riesig auf eure Worte und für mich gibt es jetzt nur noch eines: ein Stück Kuchen abschneiden, ein gutes Buch hervorholen, Kakao dazu und wohlfühlen. Alles Liebe, love&peace,

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18 Comments

  • Reply
    Magdalena
    08/10/2017 at 8:35

    Bester Start in den Sonntag mit deinen Blogeintrag liebste Mirli!!!❣ ich komme ja aus Südtirol und lieeeeebe den Guglhupf so sehr. Bei uns gehört der auch dazu und erinnert mich so so sehr an meine Kindheit. Dein Rezept klingt wahnsinnig lecker, muss das unbedingt nachbacken!! Gang ganz liebe Grüße du süße, ich hoffe es geht dir einigermaßen- denke häufig an dich<3 hab einen wunderschönen sonntag

    • Reply
      MirliMe
      10/10/2017 at 15:10

      Awwwww, meine liebe liebe Magdalena, ich freue mich so sehr über deine Worte. Mich erinnert Guglhupf auch sofort an meine Oma und Kindheit, schade dass man so etwas oft später vergisst, dabei liebe ich so nostalgische Momente. Ich wünsche dir eine ganz fantastische Woche, ganz ganz liebe Grüße und so lieben Dank für deine Worte, ich habe mich so darüber gefreut, x S.Mirli!

  • Reply
    Janine
    08/10/2017 at 10:37

    Liebe Mirli, ich hoffe, dass es Dir gut geht!
    Oh ja ein Gugelhopf wäre bei diesem regnerischen Sonntag, wie Du schreibst, genau das richtige! Wenn es um Kuchen etc geht, bin ich auch eher ein Purist, solch bunte, übersüsste Torten mag ich überhaupt nicht! Nur in Spanien hatten wir oft zum Dessert Torten aus purer schwarzer Schokolade, dann ist’s fein 😉 Mein Lieblingsrezept ist Apfelkuchen mit Streusel – Streusel sind sowieso meine Leidenschaft 😉
    Liebste Grüsse und hab einen schönen Herbstsonntag meine Liebe!
    Janine von https://www.vivarubia.ch/

    • Reply
      MirliMe
      10/10/2017 at 15:08

      Liebe Janine, schön langsam geht es aufwärts habe ich das Gefühl, vielen vielen Dank. Und so verregnete Sonntage mit Tee und Kuchen sind auch ganz nach meinem Geschmack, dann macht das Backen und Verzehren gleich doppelt so viel Spaß. Torten sind auch nicht wirklich meins, die liegen einfach immer so schwer im Magen. Und NICHTS aber auch gar nichts geht über leckere Obst-Streuselkuchen, da bin ich voll bei dir. Alles alles Liebe und eine tolle Woche, x S.Mirli!

  • Reply
    L♥ebe was ist
    08/10/2017 at 10:52

    hihi, ich bin ja schon alleine bei deinem heutigen Titel in Verzückung geraten! 😀
    der gute alte Gugl Hupf – schade dass er so in Vergessenheit gerät, denn es ist wohl einer der BESTEN Kaffeekuchen überhaupt. ich möchte zwar nicht behaupten, dass ich häufig Gugl backe, aber ich mag ihn an sich wirklich gerne: perfekte Konsistenz zum Kaffee, nicht zu trocken, nicht zu feucht.

    dein Hupferl schaut auf jeden Fall so lecker aus, dass er der direkt mal gescreenshottet wurde!
    dann man guten Appetit Liebes und noch einen wunervollen Sonntag,
    ❤ Tina von http://liebewasist.com

    • Reply
      MirliMe
      10/10/2017 at 15:07

      Liebe Tina, ich finde es auch so schade, so gern ich neue Foodtrends habe, aber sie verdrängen leider wirklich oft richtig leckere Klassiker, um die es aber wirklich schade ist, aber zum Glück kann man ja selber jederzeit den Ofen anwerfen und ich finde auch zu einem Nachmittagstee (oder eben Kaffee) passen so einfach Kuchen am besten. Hab eine ganz tolle Woche meine Liebe, ganz ganz liebe Grüße ins schöne Düsseldorf, x S.Mirli!

  • Reply
    Jessi
    08/10/2017 at 11:08

    Du Liebe, jetzt habe ich unfassbar große Lust auf Guglhupf.
    Als ich klein war gab es den Kuchen (ich würde sogar sagen nahezu genau DEINEN Kuchen) immer wenn ich bei meiner Omi war. Und was hab ich diesen Kuchen mit Puderzucker bestreut geliebt!

    Heutzutage nach meiner Zöliakiediagnose hab ich tatsächlich nie wieder einen Marmorkuchen oder ähnliche Kuchen gegessen… Das wäre beinahe eine neue Herausforderung für mich dein Rezept nachzubacken und in Erinnerungen zu schwelgen.

    Mir war gar nicht bewusst, wie viel es über einen Gugelhupf zu sagen gibt!

    Wie immer hast du wunderbare Bilder und mich total inspiriert und hungrig gemacht. Eigentlich würde ich sagen schuldest du mir jetzt einen echten Kuchen 😛

    Lass dir dein Meisterwerk schmecken und genieß ein Stückchen für mich mit!! Hab einen schönen Sonntag!

    Alles Liebe,
    Jessi

    http://www.jessiloves.com

    • Reply
      MirliMe
      10/10/2017 at 15:06

      Meine liebe Jessi, ach ich liiiiebe deine Kommentare immer so sehr, du tust mir ja wirklich leid mit deiner Zöliakie. Ich muss gerade auch so sehr auf meine Ernährung achten und da merke ich erst, wie mühsam das sein kann, wenn man nicht alles essen darf, bei mir ist es aber wenigstens zeitlich begrenzt. Allerdings kann man diesen Kuchen bestimmt auch mit anderen Mehlsorten machen, sodass auch du ihn dir schmecken lassen kannst. Hab eine tolle Woche und für dich ess ich doch gerne jederzeit noch ein zweites (oder drittes, oder viertes) Stück. Alles, alles Liebe, x S.Mirli!

  • Reply
    Lisa
    08/10/2017 at 17:21

    Ich liebe Gugelhupf-Kuchen! Habe heute auch erst einen gebacken, mit leckeren Oreo-Stückchen drin. Immer wieder lecker! Ich wünsch dir einen zauberhaften Sonntag! Liebst, Lisa

    • Reply
      MirliMe
      10/10/2017 at 15:04

      Da geht es mir wie dir liebe Lisa, vielen Dank und die Idee mit den Oreo-Stückchen ist ja genial, das werde ich das nächste Mal gleich ausprobieren. Hab eine tolle Woche, ganz ganz liebe Grüße, x S.Mirli!

  • Reply
    Simone
    09/10/2017 at 0:50

    Hallöchen Mirli ❤️
    Meine Mutti hat erst letztes Wochenende diesen „traditionellen“ Guglhupf aus einfachem Hefeteig mit Rosinen gemacht (obwohl sie mir dabei erklärt hat, dass der Guglhupf sowohl Rührkuchen, als auch Hefeteig ist).
    Dein Rezept klingt wie unser Marmorkuchen Sieht auf jeden Fall super super lecker aus! Ich wollte ja nächste Woche sowieso backen, vielleicht nehme ich mir dann einfach deinen Guglhupf vor
    Hab einen schönen Start in die neue Woche ☺️ Ich hoffe du bist auf dem Weg der Besserung
    Grüßchen und Küsschen nach Graz
    Simone

    • Reply
      MirliMe
      10/10/2017 at 15:04

      Liebe Simone, dieser Kuchen klingt nicht nur so, es ist auch ein Marmorkuchen, ich kenne Guglhupf eigentlich meistens in dieser Variante, aber es gibt ja sehr viele verschiedene Teigarten, aus denen er gemacht wird. Ich mag ihn so gerne, weil er irgendwie nicht zu schwer im Magen liegt und einfach lecker ist. ich wünsche dir einen ganz wundervollen Nachmittag, schön langsam geht es bergauf habe ich das Gefühl, vielen Dank für deine lieben Worte, ganz ganz liebe Grüße aus Graz, x S. Mirli!

  • Reply
    Tina
    10/10/2017 at 11:33

    Ohja der Guglhupf ist auch eine KIndheits-Erinnerung für mich, das war irgendwie so ein typischer Kuchen zu Geburtstagen etc ♥ Und schön dass du es wieder herauf beschwörst – ich muss ihn auch mal wieder unbedingt backen 🙂

    xxx
    Tina

    http://styleappetite.com

    • Reply
      MirliMe
      10/10/2017 at 15:02

      Ich mag solche Rührkuchen einfach am liebsten, Klassiker werden einfach nie langweilig. ich wünsche dir eine ganz fantastische Woche, ganz ganz liebe Grüße, x S.Mirli!

  • Reply
    Lisa
    17/10/2017 at 5:57

    Das sieht ja super lecker aus! Das Wort „Guglhupf“ existierte bis vor ein paar Jahren tatsächlich noch nicht in meinem Wortschatz. Bei uns wird dieser Kuchen nur Marmorkuchen genannt. Und was Kuchen backen angeht da hast du absolut Recht. Man backt auch alleine wegen dem Duft, der ist so toll. Ich greife eher selten zu klassischen Rezepten zurück. Ich probieren gerne immer neue Rezepte aus. 🙂

    Liebe Grüße Lisa♥
    lisaslovelyworld

    • Reply
      MirliMe
      17/10/2017 at 15:16

      Vielen vielen Dank für dein liebes Feedback, genaugenommen ist es ja auch ein Marmorkuchen, aber eben in Form eines Guglhupfs, einer meiner absoluten Lieblingskuchen. Ich wünsche dir einen ganz wundervollen Herbstnachmittag, ganz ganz liebe Grüße zurück, x S.Mirli!

  • Reply
    Jana
    26/10/2017 at 10:39

    Oh, der Guglhupf sieht ja wirklich richtig lecker aus! Du glaubst gar nicht, wie gerne ich davon jetzt auch ein Stück hätte 🙂
    Einen Guglhupf habe ich schon richtig lange nicht mehr gebacken, dafür mache ich in letzter Zeit unheimlich gerne Mini Gugl. Gerade auf Partys kommen die kleinen Küchlein immer richtig gut an.

    Und jetzt muss ich dich einfach auch noch fragen, woher denn diese wunderschöne Lampe ist? 🙂

    Liebe Grüße,
    Jana von Bezaubernde Nana

    • Reply
      MirliMe
      30/10/2017 at 12:49

      So lieben Dank Jana, ich kann von Guglhupf auch nie genug bekommen und da er auch so schnell selbst gemacht ist….ich wünsche dir eine ganz fantastische neue Woche, alles alles Liebe, x S.Mirli!

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